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Systemische Mediation Ausbildung beim Institut für Systemische Kompetenz
Mediator*in Ausbildung

Mediator*in Ausbildung

Zertifizierte Systemische Mediationsausbildung

Die Systemische Mediationsausbildung entspricht inhaltlich und zeitlich den Anforderungen an eine qualifizierte Ausbildung „zertifizierte/r MediatorIn“ nach den Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes Mediation (BM), des deutschen Mediationsgesetzes (§5) und der Bundesverordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV).

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Modul 1

Einführung und Grundlagen der Mediation

Modul 2

Systemisches Denken, Persönliche Kompetenz, Rolle und Haltung

Modul 3

Kommunikation

Modul 4

Konfliktkompetenz

Modul 5

Verhandlungskompetenz

Modul 6

Recht in der Mediation

Modul 7

Ablauf der Mediation

Modul 8

Live-Mediation, Auswertung und Abschluss

Seminar Module

Dauer

Seminar-Präsenzzeit:156 Stunden
Peergruppen-Lernzeit18 Stunden
Supervision/Praxisberatung6 Stunden
Insgesamt180 Stunden

Das Konzept der Ausbildung

 

Konflikte gibt es in allen sozialen Systemen (Familien, Paarbeziehungen, Freundschaften, Teams, Organisationen und Unternehmen). Systemisch betrachtet sind Konflikte Hinweise auf Veränderungen sowie Versuche der Weiterentwicklung und Anpassung der Beziehungen unter diesen Veränderungen. Ungelöste Konflikte können jedoch eine belastende Wirkung entfalten, indem sie Entscheidungen und Lösungen verhindern oder blockieren. Das setzt die Beteiligten unter Stress, führt zu seelischer Erschöpfung, Krankheit oder innerer Kündigung.

Ziel einer systemischen Mediation ist es, in dem Konfliktsystem die Zusammenhänge und Wechselwirkungen herauszuarbeiten und den Konflikt nicht als Problem, sondern als ein Versuch anzusehen, mit einer Veränderung umzugehen. Mit der Frage nach einem möglichen Sinn des Konflikts wird der Blick auch auf die vorhandenen Ressourcen der Medianden gelenkt und es werden ihre Stärken in den Mittelpunkt gerückt. So wird aus problemorientierten Konflikterleben eine ressourcenorientierte Mediation, die nicht nach den Schuldigen oder Ursachen für den Konflikt sucht, sondern eine nachhaltige Win-Win-Lösungen erzielt. Im Fokus der systemischen Mediation steht also das Erkennen der Chancen von Konflikten, die Stärkung der Medianden in ihren Kompetenzen und die Aktivierung ihrer Ressourcen, um eine gewinnbringende Lösung für alle Beteiligten zu erarbeiten.

In Anwendung

Neues Wissen und Grundverständnis:

In der Ausbildung erhalten Sie ein Basiswissen über das systemische Denken und Handeln und entwickeln ein Verständnis dafür, systemische Zusammenhänge zu erkennen und ganzheitliche Lösungswege für Konflikte zu finden. Dabei werden sowohl kommunikations-psychologische Modelle als auch konflikttheoretische Grundlagen erarbeitet, die Ihnen ein elementares Verständnis des Mediationsprozesses und dessen Wirkung vermitteln. Es werden auch rechtliche und ethische Grundlagen des Mediationsverfahrens beleuchtet und Methoden für die unterschiedlichen Phasen der Mediation vorgestellt. Sie lernen zudem die Rahmenbedingungen für die Gestaltung guter Mediationsprozesse kennen und diese für die eigene Durchführung selbst zu kreieren.

Selbsterfahrung und Haltung:

Während der Ausbildung erlernen Sie über die Reflexion des persönlichen Konfliktverhaltens den mediativen Umgang mit Konflikten und gewinnen dadurch ein hohes Maß an Selbst-Bewusstsein, die Fähigkeit, sich professionell abzugrenzen sowie die Flexibilität und Sicherheit im Umgang mit eigenen und fremden Konflikten. Dazu gehört auch die Fähigkeit, das Mediationsverfahren an die spezifischen Anforderungen der Konfliktbeteiligten anzupassen. Dabei stärken Sie die persönliche Konfliktlösungskompetenz und entwickeln gleichzeitig Ihre individuelle MediatorInnen Rolle, die eine allparteiliche und wertschätzende Haltung sich selbst und anderen gegenüber vertritt.

Praxis und Umsetzungskompetenzen:

Neben der Aneignung wesentlicher theoretischer Grundlagen liegt der Fokus der Ausbildung vor allem auf dem Aufbau der praktischen Kompetenz, …

  • in Mediationsprozessen leiten und vermitteln zu können
  • systemische Gesprächs- und Interventionstechniken in der Mediation (Visualisierungs-, Moderations-, Kreativitäts- und Bewertungstechniken) sicher anzuwenden
  • Kommunikationsstörungen und Konfliktsituationen zu erkennen
  • Phasen des Mediationsprozesses sinnvoll zu strukturieren und
  • mit Eskalationen professionell umzugehen.

Am Ende der Mediationsausbildung werden Sie eine sichere und kompetente Begleitung für Ihre Medianden sein und diese unter Anwendung und Wahrung der Prinzipien der Systemischen Mediation bei der Erarbeitung von kreativen, konstruktiven und nachhaltigen Konfliktlösungen wirkungsvoll unterstützen können.

Inhalte & Aufbau der Ausbildung

Modul 1 | | 3 Tage

Einführung und Grundlagen der Mediation

  • Überblick über die Gesamtausbildung
  • Grundlagen der Systemischen Mediation
  • Prinzipien, Verfahrensablauf und das Phasenmodell der Mediation
  • Überblick über die Anwendungsfelder der Mediation
  • Abgrenzung der Systemischen Mediation zu anderen Konfliktbeilegungsverfahren
  • Vor- und Nachbereitung von Mediationsprozessen
  • Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der Mediation

Modul 2 | | 3 Tage

Systemisches Denken, Persönliche Kompetenz, Rolle und Haltung

  • Grundlagen systemischen Denkens
  • Systemische Grundannahmen und Mediation
  • MediatorIn: Aufgaben und Selbstverständnis
  • MediatorIn: Rolle und Haltung
  • Allparteilichkeit, Lösungsoffenheit und professionelle Distanz
  • Techniken der Selbstreflexion
  • Umgang mit Macht
  • Umgang mit eigenen Gefühlen und Anteilen
  • Eröffnungsphase in der Mediation

Modul 3 | | 3 Tage

Kommunikation

  • Grundlegende Kommunikationsmodelle und Kommunikationstechniken
  • Systemische Gesprächsführung und Fragetechniken
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Umgang mit schwierigen Situationen in der Mediation
  • Techniken der Gesprächsführung in den verschiedenen Phasen
  • Visualisierungs- und Moderationstechniken
  • Darlegungsphase in der Mediation

Modul 4 | | 2 Tage

Konfliktkompetenz

  • Systemische Konflikttheorie
  • Konfliktkompetenz
  • Erkennen von Konfliktdynamiken
  • Eskalation von Konflikten
  • Vertiefungsphase in der Mediation

Modul 5 | | 2 Tage

Verhandlungskompetenz

  • Grundlagen des Verhandelns nach dem Harvard Konzept
  • Techniken des Verhandlungsmanagements
  • Verhandeln in der Mediation
  • Techniken zur Entwicklung von Lösungen
  • Lösungsphase in der Mediation

Modul 6 | | 2 Tage

Recht in der Mediation

  • Recht in der Mediation und Recht der Mediation
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Einbeziehen Dritter und externer BeraterInnen
  • Rolle MediatorIn versus Aufgaben des Parteianwalts
  • Erstellen einer Abschlussvereinbarung

Modul 7 | | 3 Tage

Ablauf der Mediation

  • Vorgehensweisen in den Phasen der Mediation
  • Systemische Interventionen in der Mediation
  • Vertiefung aller Phasen der Mediation – Rollenspiele

Modul 8 | | 3 Tage

Live-Mediation, Auswertung und Abschluss

  • Live-Mediationen
  • Selbstmanagement von MediatorInnen
  • Entwicklung von Perspektiven für die eigene Mediationspraxis
  • Auswertung und Reflexion der Ausbildung
  • Abschluss und Übergabe der Zertifikate
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Praxisbezug und Entwicklung der Mediationskompetenz

Die systemische Mediationsausbildung bereitet optimal auf die Tätigkeit vor, als MediatorIn selbständig und erfolgreich Mediationen durchzuführen. Der Fokus der Ausbildung liegt im gesamten Zeitraum auf der Entwicklung einer systemischen Handlungskompetenz als MediatorIn und dem Transfer in Ihre eigene berufliche Situation. Im Mittelpunkt stehen daher die Bearbeitung von Fallbeispielen und die praktische Einübung der vermittelten systemischen Interventionen und Techniken. Theorie und Praxis sind eng miteinander verzahnt. Reflexionen sichern die Entwicklung eines klaren Selbstverständnisses als MediatorIn.

Ansatz Icon

Systemischer Ansatz

Die Besonderheit dieser Ausbildung ist die Verbindung des systemischen Ansatzes mit der klassischen Mediation: Die Systemtheorie als Referenzrahmen bietet Erklärungen für ein Verständnis von Konflikten, deren Zustandekommen, Dynamiken und Stufenbildungen, für den größeren Kontext von Konflikten und für Ideen zu ihrer Beendigung an. In der Ausbildung wird der Frage nachgegangen, was im Falle von Konflikten passiert, und wie man sich in der Rolle der MediatorIn dazu verhalten kann, um passende Lösungen des Klientensystems zu unterstützen.

Methoden

Aktives Lernen durch einen hohen Anteil praktischer Übungs- und Erprobungsphasen verbunden mit angeleiteter Reflexion und individuellem Feedback.

Trainer- Input

Mit Hilfe des Inputs werden die Teilnehmenden inhaltlich in eine neue Thematik eingeführt und erhalten einen Überblick über ein Themengebiet.

Praktische Fallbearbeitung

Anhand von echten Konflikten aus der Praxis der Teilnehmenden kann das Vorgehen der konstruktiven Konfliktbearbeitung beispielhaft deutlich gemacht und vielfältig geübt werden.

Einzel-/Paar- und Kleingruppenübungen

Übungen dienen insbesondere dem Training von Gesprächs- und Kommunikationstechniken sowie der Selbstreflexion.

Rollenspiele

Rollenspiele sind die zentrale Lernform für die Praxis der Mediation. Sie werden überwiegend in Kleingruppen durchgeführt, um mehr Übungsmöglichkeiten zu gewährleisten und auch die emotionalen Erlebniswelten während einer Mediation selbst zu erfahren.

Individuelle Peergroups

Übungsgruppen außerhalb der Ausbildungspräsenzzeit umfassen vier bis sechs Teilnehmende, die sich in Eigenorganisation in regelmäßigen Abständen zwischen den Modulen treffen, um die vermittelten Modelle und Instrumente in Übungen und im Austausch miteinander zu vertiefen.

Termine

Hier finden Sie alle Termine zur Mediator*in Ausbildung und Einzelheiten zur Anmeldung.

Gegenwärtig gibt es zu dieser Weiterbildung keine Termine.

Ihr Weg zu einer Systemischen Aus- und Weiterbildung bei uns

01

Kontaktaufnahme

Kontaktaufnahme und Klärung

02

Vorgespräch

Persönliches Vorgespräch mit der Dozentin

03

Unterlagen

Bewerbungsunterlagen

04

Teilnahmebestätigung

Sichtung der Bewerbung

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin Nicole Dreßen

Kontakt Institut Systemische Kompetenz